|
|
|
Oman 2025/2026
Von Salalah ins leere Viertel

Zum Jahresende hin kommt unvermeidlich die Frage auf, wie man denn die typischerweise erbärmliche Schneesituation im alpinen Raum umgehen kann. Die Antwort darauf schneit uns dann von unserem Tiroler Reisekameraden Andreas auf den Tisch: Er schlägt uns einen Ausflug in den Oman vor, konkret in den Süden des Landes. Dort liegt ein Teil der Rub al-Chali, der größten zusammenhängenden Sandwüste des Planeten. Nach der tollen Wüstentour in der algerischen Sahara zum letzten Jahreswechsel müssen wir nicht lange nachdenken - auf geht es in den Oman!
Wie vor ziemlich genau zehn Jahren geht es also in den Oman. Waren wir zum Jahreswechsel 2015/16 jedoch noch im nördlichen Landesteil unterwegs, kommen wir dieses Mal in
Salalah direkt an der Küste des indischen Ozeans an und beziehen für zwei Nächte das Hotel direkt am Strand. Die arabische Sonne versinkt hinter den
Palmen in warmer Farbenpracht...

Den nächsten Morgen genießen wir in seiner angenehmen Kühle bei einem Strandspaziergang.

Unser zweites Frühstück - eine Kokosnuß.

Mit der Besichtigung des Forts von Taqua beginnen wir unser Tagesprogramm.

Schmuckes Interieur im Majlis des Forts

Weiter geht es zum Weltkulturerbe Sumhuram. Die Befestigung war ein wichtiger Umschlagplatz für den Handel mit Weihrauch.

Auf dem Weg zu den Wasserfällen vor Darbat wartet am Straßenrand ein neugieriger Besucher auf uns. Das Kamel streckt seinen Kopf zm Fenster herein und gibt
den Handys ein perfektes Motiv.

Auch eine kleine Gazelle findet sich an den Picknick-Plätzen ein.

Nach der mittäglichen Stärkung geht es weiter zur größten Moschee in Salalah. Der Bau ist zwar viel schlichter als die Prachtbauten in Persien und
an der Seidenstraße, aber gerade dadurch auch charmant.

Der Kronleuchter braucht sich allerdings nicht zu verstecken.

Auf dem großen Markt findet sich wie üblich eine Vielzahl von Farben, Formen und Gerüchen. Wir tauchen in diese Ganzkörpererfahrung ein und
inhalieren die verschiedenen Eindrücke.

Schließlich geht es weiter in die Wüste. Nach der Überwindung des Küstengebirges rund um Salalah rollen wir in unseren beiden Fahrzeugen zunächst nach
Thumrait, wo wir ein leckeres Mittagessen genießen. Dann führt die Strecke weiter in des winzige Nest Shisr, wo wir noch einmal die Wägen auftanken.
Kurz nach Shisr endet die geteerte Straße (wie auch die Netzabdeckung, dem Herrn sei Dank), und es geht auf einer Schotterpiste weiter. Aber auch dieser folgen wir nicht allzu lange; bald biegen wir
einfach mal rechts ins Nichts ab - und die ersten kleinen Sanddünen zeigen sich...

Zwischen den kleinen Sandausläufern schlagen wir unser Lager auf. Nur pro forma bauen wir das Zelt auf; wir haben eigentlich vor, statt dessen
unter dem Sternenzelt zu nächtigen.

Bei sinkender Sonne unternehmen wir einen Abendspaziergang. Die Dämmerungsphasen sind in der Wüste die interessantesten Abschnitte des Tages, tauchen
sie doch durch die weichen Farben und die langen Schattenwürfe die strukturierte Sandoberfläche in zauberhaftes Licht.

Die kleinen Dünen verbinden die mittelhohen Sandhügel miteinander.

Zeit zum Schlafen - Hotel der Tausend Sterne.

Am nächsten Morgen - besser gesagt an allen acht kommenden Morgen - setzen wir uns nach einem gemütlichen Frühstück in Bewegung.

Über die gerippelten Hügelchen suchen wir uns den angenehmsten Weg.

Die ersten größeren Dünen erklimmen wir dann durchaus schweißtreibend.

Typischerweise kommen wir auf der Reise meist gegen ein Uhr Mittags am nächsten Lagerplatz an - und das ist gut so, denn zu diesem Zeitpunkt sind
die Temperaturen durchaus nicht mehr so angenehm für weitere Kilometer im Sand. Wir entfliehen der sengenden Sonne unter dem Sonnensegel, welches zwischen
unseren beiden Begleitfahrzeugen gespannt wird. Im Schatten genießen wir die frischen Melonen, den Salat und die kalten wie warmen Getränke.
Auf den Picknick-Decken liegen wir dann ab und entspannen uns bei einem Nickerchen, lesen ein Buch, graben große Löcher in den Sand oder machen einfach
- gar Nichts. Henning, unser Reiseleiter, würzt diese unsere Mittagspausen mit Geschichten aus und über den Oman.

Um gegen vier werden dann die Zelte verteilt und aufgebaut. Obwohl wir sie meist nicht für die Übernachtungen benötigen, fühlen wir uns wohler, wenn sie
stehen - ich möchte nicht um zwei Uhr nachts durch eine steife Brise gezwungen sein, die Behausung zu errichten. Nach dem Aufbau geht es üblicherweise
auf eine kurze
Nachmittags- oder besser: Dämmerungswanderung. Welch wunderbare Stimmung!

Unter Tags überqueren wir beileibe nicht nur Dünen; ab und an wollen auch größere Lehm- oder Gipsebenen durchquert werden.

Die Fortbewegung in ihnen ist deutlich schneller als auf Sand - aber auch deutlich langweiliger.

Ab dem dritten Tag bekommen wir auch die höheren Dünen zu Gesicht.

Silhouetten

Wieder einmal am Lagerplatz angekommen - hamdullilah!

Abendliche Lichtspiele

Glücklich im Sandmeer

Wunderbare Überraschung von und durch Peter, unseren Mann aus der Steiermark: Eine Jumbo-Packung Mannerschnitten versüßt uns den Abend! Danke dir, Peter!

Sandstrukturen

Über die Dünenkämme

Später Nachmittag

Unser Lager von oben

Licht und Schatten

Dünen in der Ebene

Sonnenaufgang

Immer den Grat entlang

Eine lange Schneide

Verlorenes Menschlein

Anstrengung zum Gipfelgrat
Weiter zum
Abschnitt 2
|
|
|