Matthias Lepschi

  

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Südafrika 2025: Drakensberge

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Drakensberge


Bevor wir die letzten Kilometer des langen Fahrtages hinauf zur Witieshoek Lodge zurücklegen, erhaschen wir am späten Nachmittag noch einen Blick auf die Drakensberge, insbesondere auf den Anfang des sechstägigen Trekkings, welches nun vor uns liegt. Imposant ragt der Sentinel in der rechten Bildhälfte hervor.
Nach einem schönen Abendessen in der Lodge verbringen wir die vorerst letzte Nacht in Betten.


Tags darauf geht es spät los - erst um halb zwölf werden wir mit Geländefahrzeugen von der Lodge abgeholt und schaukeln über die schlechte Piste hinauf auf etwa 2500 Hm. Das Wetter ist wenig erfreulich; Regen liegt in der Luft.


Wir sehen die Niederschläge auf uns zukommen, als wir am Ende der Piste unser Gepäck für die Wanderung vorbereiten. Und in der Tat - etwa fünf Minuten, bevor es losgehen soll, geraten wir in ein ausgewachsenes Gewitter. Mir ist absolut nicht mehr wohl bei dem Gedanken, bei diesen Bedingungen loswandern zu müssen. Glücklicherweise können wir das schlimmste noch in einem Rohbau am Ende der Piste abwettern lassen. Danach machen wir uns auf den Weg.


Trotz der Wolkendecke - oder gerade deswegen? - können wir die imposante Landschaft um uns herum genießen. Es ist schon jetzt klar, daß wir wieder einmal in einem wunderbaren Winkel der Erde unterwegs sind.


Der Sentinel ragt direkt über uns auf.


Wir machen eine kleine Pause - es windet ganz gewaltig.


Auf gut angelegten Wegen geht es weiter sanft bergan.


Der Rückblick zum Ende der Piste samt dem gesegneten Rohbau.


Wolkenstrahlen durchbrechen die Wolkendecke und hüllen die Hänge in warme Grüntöne.


Die Regengüsse erzeugen die silbrig spiegelnden Lichtreflexe in den Hängen.


Ab und an queren wir plattige Abschnitte, die trotz der Feuchtigkeit noch einigermaßen Reibung aufweisen.


Unter den Wänden geht es entlang zu den berühmten chain ladders - im Bild im kleinen Einschnitt rechts im Bild.


Wir überwinden die erste Leiter bei durchaus starkem Wind.


Die zweite, etwas kürzere Leiter ist etwas besser geschützt.


Endlich sind wir auf dem Hochplateau der Drakensberge angekommen, also auf um die 3000 Meter über Meer. Auf dieser Höhe wird uns die Tour über die nächsten vier Tage weiterführen. Die Blicke hinab in die Steilabbrüche sind ungemein reizvoll.


Welle um Welle branden die vorgelagerten Hügelketten gegen die Steilwände der Drakensberge. Einen ähnlichen Anblick, jedoch in trockenen Brauntönen, hatte ich am Jebel Shams im Oman - das deja vu drängt sich in meinen Kopf.


Trotz eher mittelmäßiger Wetterbedingungen können wir die Zeit genießen.


Am Nachmittag langen wir am Lagerplatz bei den Tugela-Wasserfällen an. Am Sentinel schwappen die Wolken nach oben.


In einem einigermaßen wolkenfreien Augenblick gelingt mir ein Bild des Tugela-Wasserfalls; zumindest dessen oberen Teils. Insgesamt fällt das Wasser hier über 850 Meter nach unten.


Unser Lagerplatz keine hundert Meter vom Fall entfernt.


Des Abends streift der Blick weiter in Richtung der Strecke der kommenden Tage.


Abendrot


Am nächsten Morgen nehme ich die Tugela Falls noch einmal ohne Wolken auf.


Richtung Tiefebene ergeben sich phänomenale Wolkenspiele an den Hügelketten.


Nun sind auch die schroffen Vorbauten vor dem Sentinel gut sichtbar.


Das uns der Wettergott auch weiterhin schlecht gesonnen ist, erfahren wir während des Frühstücks durch einen Hagelschauer mit ein paar grollenden Donnerschlägen. Na das kann ja heiter werden, wenn es so weitergeht!


Am Steilabbruch erkenne ich im beginnenden Regen, wie sich die Wolken auch in der Tiefe vermehren.


Durch die fallenden Tropfen ist immerhin die Hoffnung auf Sonne zu sehen.


Wie befürchtete ich ja so passend beim Frühstück, daß das Ganze noch heiter werden könnte? In der Tat, schon anderthalb Stunden später wandern wir tatsächlich im Heiteren! Die Sonne gewährt uns ein paar Stunden ihrer Präsenz. Wir ahnen aber schon, daß auch diese nicht von Dauer sein wird...


Immer wieder ändert sich das Wetter über den Tag.


Aus den Steilwänden steigt von links unten die Wolkenmasse wie Rauch eines Feuers auf und wird vom starken Wind an der Geländekante nach links verblasen.


Schließlich erreichen wir den schönen Lagerplatz bei der Madonna - die wir aber aufgrund der dichten Wolkenschwaden nicht erkennen können.


Die Schwade wabert mal weniger, mal mehr über die bunte Ansammlung unserer Zelte.


Ich genieße etwas oberhalb die schöne Nachmittagsstimmung und entdecke meinen Nebelbogen. Anders als bei einem Regenbogen oder einer Halo entsteht dieser rein weiße Bogen bei extrem kleinen Wasserpartikeln; ein Regenbogen oder eine normale Halo würde hingegen bei größeren Tröpfchen die bekannten fünf Farben aufzeigen.

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